Mittwoch, 21. Dezember 2016

Weihnachten in Kenia

Ich liebe Weihnachten! Ich liebe all die kleinen Rituale die mit Weihnachten verbunden sind! Und ich liebe es, dass diese Rituale eigentlich stehts gleich ablaufen - zu Hause - bei der Familie!

Doch obwohl ich dies alles an Weihnachten so liebe, habe ich mich 2013 bewusst entschieden Weihanchten in Kenia zu verbringen, genauer im Fruitful Talent Center. 
Statt Schnee (obwohl es den ja e kaum mehr gibt) gab es Sonne und 30 Grad im Schatten, statt Plätzchen gab es Chapati und statt Geschenken gab es viele große staunende braune Kinderaugen bei dem Anblick der paar Spielzeuge, die wir mitgebracht hatten. 


Weihnachten wird in Kenia nicht wie bei uns am 25.12 gefeiert, sondern   am 24. 
Am 24. machten sich Nadia, eine weitere Freiwillige und ich uns auf dem Weg nach Kibera um die Nacht im Heim zu verbingen. Normalerweise schliefen wir auserhalb in unserer eigenen Unterkunft.
Diese Nacht schliefen wir kaum. Es war sehr laut im Slum und mit drei Kinder im Bett auch sehr eng. Doch so ist es für die Bewohner, die hier leben, immer.

Der Hene geht es an den Kragen 

Am morgen des 25. wurde unsere e schon kurze Nacht durch ein kurzes Krähen einer Henne, das aber bald erstummt, beendet. Wir hatten am Vortag 15 Hennen besorgt, denen es jetzt an den Kragen gehen sollte. Nicht jedermanns Sache. Die Kinder aber hatten eine rießen Spaß, die Hennen zu Rupfen und auszunehmen.
Fleisch gibt es im Heim nur sehr selten, da es in der Regel zu teuer ist. Daher war dies etwas ganz besondere für die Kinder.
Die Ganze Nachbarschaft kam zusammen und half bei den Vorbereitungen für das Festmal. Es sollte Pilau, eine Art Reiseintopf und Chapati, keninaisches Fladenbrot, geben. 
Ich durfte beim Chapati-machen helfen. Ca. 200 Stück briet ich zusammen mit Junice einer Betreuering über dem Jiko. Dabei verbrannte ich mich unzählige male.






Bei der Zubereitung von Chapati
    
Nachdem alle Vorbereitungen getroffen worden waren, machte wir uns auf den Weg in die Kirche. Wer schon einmal in einer Kirche in Afrika war, weiß was für eine tolles Erlebnis das ist. Die Atmosphäre ist etwas ganz besonderes. Die Leute singen, tanzen und danken Gott aufrichtig für das was er ihnen gibt. So macht Kirche wirkich Spaß!


Anschließend ging es zurück ins Heim, wo sich nach und nach auch die ganzen Nachbarskinder einfanden. Wie viel Kinder es am Ende waren, weiß ich nicht, aber es waren viele :)
Zusammen aßen wir Pilau und Chapti. Danach tanzten wir zu lauter Musik und testeten die neuen Spielgeräte aus, die es als Weihnachtsgeschenk gab: Einen Hula-Hoop, einen Fußball und ein paar Jonglierbälle.
Die größte Freude für mich war, das ich das Gefühl hatte, das die Kinder wirklich glücklich waren.


Als Geschenk gab es einen neuen Hulahoop-Reifen
Ich liebe Weihnachten uns seine Rituale und obwohl ich dies alles in diesem Jahr nicht hatte, liebte ich auch dieses Weinachten. Es war eben ein ganz besonders Weihnachten, ein Weihnachten mit ganz viel Freude. An Weihnachten kommt es nicht auf die Geschenke an, sondern auf das Beisamen sein und darauf dankbar zu sein für das was man hat.
Dies wurde mir an diesem Weihnachten wieder sehr bewusst

In diesem Sinne euch alleen Frohe Weihnachten!


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