Dienstag, 14. August 2018

Mein Alltag als Praktikantin


07:00 Uhr : Mein Tag beginnt, ich mach mich fertig und geh dann frühstücken. Das Essen ist in den Unterkünften meist dabei, es gibt Toastbrot und einmal wöchentlich gibt es Mandazi.

Mandazi

07:45 Uhr: Ich verlasse die Unterkunft, nun geht es zum ersten Matatu Richtung Innenstadt. Mittlerweile steige ich schon eine Station früher aus und gehe dafür ein Stück, da der Weg zum nächsten Matatu so wesentlich sicherer ist. An dieser Route sind weniger Straßenkinder/-menschen und bewaffnete Securities und Polizisten patroullieren vor Gebäuden. Nach einigem Herumprobieren habe ich herausgefunden, dass man um diese Zeit gerade die Rush-Hours umgeht.

08:50 Uhr: Um diese Zeit treffe ich ungefähr im Waisenhaus ein und begrüße die Großmutter Sho-sho, Betreuer und gegebenfalls die Helfer in der Küche. Nach einiger Zeit hat sich herausgestellt, dass sie das wirklich schätzen. Viele der Praktikanten gehen direkt in die Klasse.

Gruppenfoto mit der Großmutter (mit kariertem Tuch) sowie einigen Betreuern und Kindern

09:00 Uhr: Nun beginnt (eigentlich) der Unterricht und ich gebe mein Bestes, die Mathematik-Kenntnisse der Kinder etwas auszubauen. Oft reden wir allerdings davor noch über Essen, das Wochenende etc. und verbessern die Hausaufgaben, falls sie die Kinder gemacht haben.

Betreuerin Purity und ich mit der "Baby-Klasse"

Fleißige Drittklässler

12:00 Uhr: Wir Praktikanten gehen nun für eine Stunde zum Kibera Town Center. Das Essen scheint dort einigermaßen safe zu sein und einigermaßen saubere Toiletten gibt es dort auch. Dennoch habe ich dort hauptsächlich Cola getrunken.

13:00 Uhr: Nun sind wir wieder zurück im Waisenhaus. Den Kindern wird dann Essen serviert, wenn es fertig ist. Deshalb haben die Kids manchmal schon gegessen oder man kann noch etwas dazuhelfen, sei es bei der Zubereitung oder beim Verteilen.
(Und ja, dieselbe Jacke trug ich jeden Tag, da sie so gut dreckabweisend war....)
 
Hungrige Kids

Purity zeigt mir, wie man Ugali zubereitet - Ganz schön anstrengend aber macht Spaß!
 
Oft schlafen die Kinder nach dem Essen - Schlafmangel weil die Betten geteilt werden


15:00 Uhr: Nach der Vergabe der Hausaufgaben für die Kinder verlasse ich das Fruitful Talent Center, um den abendlichen Verkehr noch etwas zuvorzukommen.
Wieder nehme ich die Matatus, um zurück zu meiner Unterkunft zu gelangen. Anfangs ging ich früher aus dem Haus und auf dem Heimweg nahm ich andere Matatus, weswegen ich bis zu fünf Stunden pro Tag in den engen Kleinbussen saß. Nicht zu empfehlen!

Oskar aus Spanien unterrichtet die 6. Klasse

17:15 Uhr: Endlich zurück! Oft gehe ich zum Laufen oder mache noch ein paar Übungen, um das Erlebte zu verarbeiten. Doch eines sollte klar sein, natürlich muss man schneller laufen können als ein potentieller iPod-Dieb!

20:00 Uhr: Abendessen in der Unterkunft oder mit anderen Praktikanten noch treffen.

Nach dem ersten Mal laufen
Fisch mit Grünkohl und Ugali (besonders)
Reis mit Kidneybohnen




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